Club: Planet Anime
Anime

 

Der Kinofilm wirkt im Gegensatz zu den ersten vier OAV’s düsterer und subtiler. Die Atmosphäre erinnert sehr stark an die drei Patlabor Kinofilme, wo der Dialog das Mass aller Dinge ist. Aber im Gegensatz zu den hauptsächlich männlich dominierten Patlabor Filmen lockern die grosse Anzahl weiblicher Akteure die Stimmung auf und an Action fehlt es auch nicht. Natsumi darf ihre Bärenkräfte wieder ins Spiel bringen, Miyukis spezial Mini-Patrol Car gelangt zum Einsatz und die grosse Paint Ball Schlacht im Bokuto Polizeirevier gegen die Attentäter ist wirklich ein Muss für jeden Anime Fan. Das Character Design ist ausgezeichnet, die Personen wirken etwas älter und erfahrener als in den OAV’s. Die Musik zurückhaltend aber gut plaziert und das Schlusslied ‘Calling’ der Frauengruppe Nitro ein richtiger Ohrwurm.
Tenshi no Tamago (Angel Egg)

Vom Regisseur von ,Ghost in the Shell‘, Mamoru Oshii, darf man getrost etwas besonderes erwarten. Eines seines früheren Werke, bei uns praktisch unbekannt, ist Tenshi no Tamago und erzählt in seiner surrealen Art die Erlebnisse eines kleinen Mädchens, dem fremden Jungen und einem Ei. Oshii’s Welt ist düster und einzig das kleine Mädchen vermag dem Film etwas Lebendiges abzuringen. Wer hier leichte Kost erwartet, wird enttäuscht und einen roten Faden in der Geschichte sucht man vergebens. Der Film ist vielmehr eine Aneinanderreihung von religiösen Symbolen und Metaphern, die den Zuschauer zwingen, den Film mehrmals zu betrachten und seine Schlussfolgerungen selbst zu ziehen. Um seine Visionen noch zu untermalen, wird praktisch kein Text gesprochen.
Das Character Design stammt von Yoshitaka Amano, der auch bei uns bekannt geworden ist durch seine Illustrationen von z.B. Final Fantasy Spiele oder in Amerika durch seine Mitarbeit am Comic Sandman
Während seiner Laufbahn hat er auch an vielen Animes mitgearbeitet z.B. Vampire Hunter D. Weder vorher noch nachher gab es einen Anime, der Amanos zurückhaltende Farben so gut umsetzte. Auch das Gesicht des kleinen Mädchens mit seinen zerbrechlichen Haaren wirkt als käme es direkt aus einem seiner Artbook’s und nicht aus einem Anime. Die Animation ist sehr fliessend und überrascht den Zuschauer durch seine technische Raffinesse. Obwohl der Film bereits 1985 hergestellt wurde, weist er Techniken auf, die bis damals für einen Anime praktsich undenkbar waren.


Auch dieses Mal werden wir wieder eine Verlosung von kleinen Geschenken durchführen unter den Mitgliedern.

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