Club: Planet Anime
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Filmprogramm vom 19./20. August 
Alle Filme in Originalsprache mit englischen Untertiteln  (Tous les films VO soustitré anglais)

Türöffnung: 21:30 Uhr (Ouverture des portes)
Filmbeginn: 22:00 Uhr (Start) Ende der Veranstaltung: ca. 07:00 Uhr (Fin)
Eine kurze Vorstellung der Kinofilme:

Ten Little Gallforce

Dieser Kurzfilm gehört zum Lustigsten, was das Anime-Genre bieten kann. Gezeigt werden die Dreharbeiten zum ersten Gallforce-Film. Die Hauptdarstel­ler sind alle im ‘super deformed’ Modus gezeichnet und nehmen ihre Arbeit überhaupt nicht ernst. Damit das Ganze noch mehr Kontrast erhält, werden Szenen aus dem richtigen Film eingeblendet, die dann durch die ‘super deformed’ Darsteller gleich wieder ad absurdum geführt werden. Ten Little Gallforce versteht man auch ohne dass man sich bereits einen Gallforce-Film angeschaut hat; Humor ist allgemein verständlich.

   

Heisei Tanuki Gassen Pompoko
Der Waschbären-Krieg Pompoko aus der Heisei Ära

Bei uns nicht bekannt, aber in Japan sehr beliebt war der Film ‘Pompoko’ aus dem Studio Ghibli. Erzählt wird die Geschichte der japanischen Waschbären, den sogenannten Tanuki. Ihnen werden seit jeher magische Kräfte nachgesagt. Gleichzeitig gelten sie als sehr gesellige aber arbeitsscheue Kumpanen, die einem guten Glas Wein und einem üppigen Mal nicht abgeneigt sind. Zwei alte Tanuki-Dynastien machen sich den Hügel ihres Wohngebietes seit Jahrhunderten streitig und vollziehen die alljährliche Schlacht um den Hügel. Anfangs noch sehr bedrohlich, geht der Kampf schnell in eine grosses, gemeinsames Fest über. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ihr Lebensraum wird immer kleiner, da die Gemeinde mehr und mehr den Wald abholzt und dafür Häuser, Strassen und Brücken erstellt.

Die Tanuki wollen sich zur Wehr setzen, doch ihre magischen Kräfte haben sie in den letzten Jahrhunderten verloren. Aus den einst gefürchteten Tanuki sind gewöhnliche Waschbären geworden. Boten werden ausgesendet, um die letzten grossen Tanuki-Magier zu suchen. Sie sollen helfen, die Baustellen der Menschen zum Stillstand zu bringen. Doch so einfach, wie sich das die Tanuki vorstellen, erlernt sich die alte Magie nicht. Gar manch einer ist überfordert. Aber einige unter ihnen sind sehr begabt und es gelingt ihnen, grosse Verwirrung zu stiften. Das Ganze artet in einem Umzug von Monstergestalten aus, die durch die ganze Stadt wandern und die Bevölkerung in Staunen versetzen. Da sich niemand zu dieser Demonstration bekennt, schlachtet ein geldgieriger Manager die Attraktion für seine Zwecke aus und behauptet, dies wäre seine Werbekampagne für den neu erstellten Rummelplatz. Die Tanukis müssen einsehen, dass sie den Menschen nicht gewachsen sind und nur überleben können, wenn sie sich dem Lauf der Zeit anpassen. Andernfalls ist ihnen der Untergang gewiss. Die Zeit des jahrhundertelangen Faulenzens in Abgeschiedenheit ist vorbei.

Isao Takahata hat mit diesem Film einen grossen Wurf gelandet. Die Japaner wussten es zu schätzen und gingen zahlreich in die Kinos. Auf eine Veröffentlichung durch Buena Vista (Disney) werden wir wohl noch lange warten müssen, da dieser Film etwas Sitzleder erfordert und keine Action-Szenen den heutigen Kids die Zeit vertreiben. Trotzdem ist es kein langweiliger Film, denn Takahata skizziert die Charaktere sehr feinsinnig und auf eine humorvolle Art. Die Animationstechnik entspricht wie immer dem hohen Niveau von Studio Ghibli. Gleichzeitig regt der Film zum Nachdenken über den Umgang mit Minderheiten in unserer Gesellschaft an.

 

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