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Heisei
Tanuki Gassen Pompoko
Der Waschbären-Krieg Pompoko aus der Heisei Ära
Bei
uns nicht bekannt, aber in Japan sehr beliebt war der Film ‘Pompoko’
aus dem Studio Ghibli. Erzählt wird die Geschichte der japanischen
Waschbären, den sogenannten Tanuki. Ihnen werden seit jeher magische
Kräfte nachgesagt. Gleichzeitig gelten sie als sehr gesellige aber
arbeitsscheue Kumpanen, die einem guten Glas Wein und einem üppigen
Mal nicht abgeneigt sind. Zwei alte Tanuki-Dynastien machen sich
den Hügel ihres Wohngebietes seit Jahrhunderten streitig und vollziehen
die alljährliche Schlacht um den Hügel. Anfangs noch sehr bedrohlich,
geht der Kampf schnell in eine grosses, gemeinsames Fest über. Doch
dieses Jahr ist alles anders. Ihr Lebensraum wird immer kleiner,
da die Gemeinde mehr und mehr den Wald abholzt und dafür Häuser,
Strassen und Brücken erstellt.
Die
Tanuki wollen sich zur Wehr setzen, doch ihre magischen Kräfte haben
sie in den letzten Jahrhunderten verloren. Aus den einst gefürchteten
Tanuki sind gewöhnliche Waschbären geworden. Boten werden ausgesendet,
um die letzten grossen Tanuki-Magier zu suchen. Sie sollen helfen,
die Baustellen der Menschen zum Stillstand zu bringen. Doch so einfach,
wie sich das die Tanuki vorstellen, erlernt sich die alte Magie
nicht. Gar manch einer ist überfordert. Aber einige unter ihnen
sind sehr begabt und es gelingt ihnen, grosse Verwirrung
zu stiften. Das Ganze artet in einem Umzug von Monstergestalten
aus, die durch die ganze Stadt wandern und die Bevölkerung in Staunen
versetzen. Da sich niemand zu dieser Demonstration bekennt, schlachtet
ein geldgieriger Manager die Attraktion für seine Zwecke aus und
behauptet, dies wäre seine Werbekampagne für den neu erstellten
Rummelplatz. Die Tanukis müssen einsehen, dass sie den Menschen
nicht gewachsen sind und nur überleben können, wenn sie sich dem
Lauf der Zeit anpassen. Andernfalls ist ihnen der Untergang gewiss.
Die Zeit des jahrhundertelangen Faulenzens in Abgeschiedenheit ist
vorbei.
Isao
Takahata hat mit diesem Film einen grossen Wurf gelandet. Die Japaner
wussten es zu schätzen und gingen zahlreich in die Kinos. Auf eine
Veröffentlichung durch Buena Vista (Disney) werden wir wohl noch lange
warten müssen, da dieser Film etwas Sitzleder erfordert und keine
Action-Szenen den heutigen Kids die Zeit vertreiben. Trotzdem ist
es kein langweiliger Film, denn Takahata skizziert die Charaktere
sehr feinsinnig und auf eine humorvolle Art. Die Animationstechnik
entspricht wie immer dem hohen Niveau von Studio Ghibli. Gleichzeitig
regt der Film zum Nachdenken über den Umgang mit Minderheiten in unserer
Gesellschaft an.
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