Anime Klassiker im Kino Xenix 3

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The Dagger of Kamui (Kamui no ken)
RIN Tarô, Japan 1985; 132' Ov/e
Eine alte Legende berichtet, dass irgendwo im Pazifischen Ozean ein von Kapitän Kidd versteckter Schatz liegt, doch dessen Verbleib ist ein Mysterium. Das politische System in Japan verändert sich und der Shogun verliert immer mehr an Macht. Im 19. Jahrhundert wird im Norden Japans ein kleiner Junge mit dem Namen Jiro gefunden, zusammen mit einem Dolch, dem 'Dagger of Kamui'. Dieser Junge ist der Schlüssel zum verborgenen Schatz und sogleich wird er zur Zielscheibe eines rücksichtslosen Schatzsuchers im Dienste des Shogun, der mit dem Geld seine alte politische Macht wiedererlangen will. Eine unübliche Mischung aus Samurai-Epos und Western verpackt in einer rasant erzählten Geschichte.
Do 13.9.2001; 19.30 h

Reprisen
Ghost in the Shell (Kokaku kidotai)
OSHII Mamoru, Japan/GB 1995; 80' E/d
Im Japan der Zukunft kämpft eine Halb-Androidin gegen den computergenerierten Agenten "Puppenspieler", der aber ein Bündnis mit ihr anstrebt. Hervorragend gezeichneter, auf einem beliebten Manga basierender "Cyberpunk"-Animationsfilm. Die unvorhersehbare, in einer schmuddligen Megalopolis angesiedelte Handlung pendelt zwischen Action und langen, manchmal ironischen, manchmal "philosophischen-metaphysischen" Dialogen um menschliche Identität und den Sinn der Existenz in einer virtuellen Welt. Der im Westen wohl bekannteste Anime nach dem Kultfilm ‚Akira' aus dem Jahre 1988.
Fr 7.9 - Mi 12.9.2001; 17.30 h

Das Grab der Leuchtkäfer (Hotaru no haka)
TAKAHATA Isao, Japan 1988; 88' Ov/d
Zwanzig Jahre nach seinem erfolgreichen ‚The Prince of the Sun' und im selben Studio wie ‚Princess Mo-nonoke' produziert, bricht TAKAHATA mit diesem Anime das für japanische Trickfilme typische Klischee des actionbetonten, futuristischen Bildergewitters. Wunderschön animiert, folgt es in starken Bildern, stimmigen Details und mit grosser emotionaler Dichte dem Schicksal zweier Waisenkinder während des Zweiten Weltkriegs. Sie finden nach einem Angriff auf ihre Stadt bei einer Tante Unterschlupf, sind dann aber bald - in einem verlassenen Bunker hausend - ganz auf sich selbst gestellt. Der von UNICEF ausgezeichnete Film zeigt auf erschütternde Weise die Schrecken des Krieges für diejenigen, die am wenigsten daran Schuld sind: die Kinder.
Do 13.9 - Mi 19.9.2001; 17.30 h

 

Wichtiger Hinweis

  1. Die Geschichten mögen heutzutage etwas altbacken anmuten. Man muss sich aber der Tatsache bewusst sein, dass die meisten Filme ihren Ursprung aus Mitte und Ende der 60er Jahre schöpfen.
  2. Falls gewisse Szenen nicht unbedingt plausibel erscheinen, so kann das daran liegen, dass die Perso-nen und deren Psychologie bereits in Manga und TV-Serien zu Genüge abgehandelt wurden. Der Re-gisseur hat dies berücksichtigt und verzichtet aus diesem Grunde auf die Einführung bereits bekannter Tatsachen. Alle Filme wurden ausschliesslich für den japanischen Markt produziert.
  3. Die Animationstechnik spielte bei den japanischen Regisseuren stets eine untergeordnete Rolle. Ihr Augenmerk richteten sie auf eine durchdachte und glaubwürdige Handlung. So mögen die Filme be-züglich Animationstechnik mit einem Disney-Kinofilm nicht mithalten, die Themen gehen aber weit über die im Westen üblichen kitschigen Märchenstunden hinaus.

Ov/e: japanisch gesprochen mit englischen Untertiteln
Ov/d: japanisch gesprochen mit deutschen Untertiteln

Ein Flyer im Auftrag des Kino Xenix erstellt vom Protoculture Club, dem Anime und Manga Club der Schweiz:

Protoculture Club
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Alles Bildmaterial ist geistiges Eigentum der ersprechenden Künstler:
©Masamune Shirow, Leiji Matsumoto, Shotaro Ishinomori, Studio Toei, Studio Ghbili

 

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